Dezentrale Abwasserlösungen gewinnen an Bedeutung

Das in der Wasserforschung tätige Institut Eawag hat eine sogenannte Toolbox für dezentrale Abwassersysteme entwickelt. Mit ihrer Hilfe sollen Branchenfachleute über mögliche Technologien und Anwendungen informiert werden.

Dübendorf ZH, Dezember 2025

In der Schweiz werden wie in anderen europäischen Staaten Abwässer aus Haushalten zentral entsorgt und aufbereitet. Abwässer aus Toilette, Küche, Wasch- oder Spülmaschinen mischen sich dabei. Ein Rezyklieren wird dadurch deutlich erschwert. Um diese Erschwernis einzudämmen, arbeiten Forschende des Wasserforschungsinstituts Eawag aus Dübendorf an möglichen dezentralen Lösungen, heisst es in einer Mitteilung.

Bei diesen Lösungen sollen die verschiedenen Abwasserströme bereits am Ort ihres Entstehens getrennt werden. Anschliessend könnten sie vor Ort oder in der Nähe aufbereitet und Ressourcen wie sauberes Wasser, Nährstoffe und Energie zurückgewonnen werden. Um Architektinnen und Architekten sowie Bauplanern die Möglichkeit zu geben, sich einen Überblick über Technologien und praktische Anwendungen zu verschaffen, hat das Wasserforschungsinstitut jetzt eine Toolbox lanciert. Unter anderem werden darin verschiedene Umsetzungsbeispiele vorgestellt. Diese reichen von Lösungen für Einzelhaushalte bis zur Abwasserbehandlung ganzer Quartiere. Die Toolbox enthält dabei drei Gruppen von Faktenblättern von der Definition der Ziele, der Auswahl der Strategie bis hin zu möglichen Anwendungstechnologien.

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