Besser spät als nie

Besser spät als nie

Baden,

Der Baubeginn für den neuen Brown-Boveri-Platz verzögert sich auf Sommer 2023. Die Eröffnung ist für Herbst 2024 vorgesehen.

Eigentlich hätte der Brown-Boveri-Platz jetzt umgebaut und im Sommer 2022 eröffnet werden sollen. Doch private Bauarbeiten am Parkhaus führten zu Verzögerungen: «Gründe sind der spätere Baubeginn des Parkhauses und umfangreiche Werkleitungsumlegungen», sagt René Zolliker von der Bauplanung der Stadt Baden gegenüber Immo!nvest. Der Baubeginn ist nun für den Sommer 2023 vorgesehen. Etwa ein Jahr später, im Herbst 2024, soll der Brown-Boveri-Platz dann eröffnet werden. Der neugestaltete Platz erfüllt zwei Grundfunktionen: Erstens ist der Platz Durchgangs- und Aufenthaltsort für Passanten, Arbeitnehmende, Kunden und Bewohner während rund 300 Tagen im Jahr. Zweitens finden während rund 50 Tagen öffentliche Veranstaltungen auf dem Platz statt. «Das vorliegende Projekt wird beiden Ansprüchen gerecht. Der zweireihige Baumkranz schafft jene Atmosphäre, die den neuen Stadtplatz auszeichnen soll, und die innere Freifläche von 40 x 50 m schafft den notwendigen Freiraum für Anlässe mit bis zu 2000 Personen», sagt Zolliker. Grundsätzlich ist der Platz frei vom motorisierten Verkehr. Ausnahmen sind die Warenanlieferungen für die Spedition der ABB und das Trafocenter sowie die Fahrten von Einsatzfahrzeugen der Rettungskräfte.

Nutzung mit Eckwerten
Aber wie belebt man heutzutage gekonnt einen Platz oberhalb einer Garage? Schon für den Wettbewerb wurde in einem breit angelegten Verfahren das Grundlagenpapier zur Platznutzung mit mehreren Eckwerten erstellt: Tagsüber sollte der Zugang zu Industrie, Gewerbe, Bildung, Kultur und Freizeitaktivitäten gewährleistet sein. Nachmittags soll der Platz als Vorplatz zu den Trafohallen, Kinos und dem Hotel sowie als Aussenraum fürs Kongresszentrum dienen. Im Projektteam unter Führung der Abteilung Planung und Bau waren neben dem beauftragten Planer die städtischen Abteilungen Tiefbau, Werkhof, Stadtökologie, Standortmarketing, Entwicklungsplanung, Kultur und Stadtpolizei vertreten. Die ABB Immobilien AG, die Regionalwerke AG Baden und das Planerteam Hochhaus Ost/Parkhaus Brown-Boveri-Platz waren ebenfalls in den Planungsprozess eingebunden. Grösste Hürde war die Baukreditsprechung durch den Einwohnerrat. Aber nun soll es endlich losgehen.