Die Pilatus Arena könnte im Herbst 2023 fertiggestellt sein

Die Sport- und Eventhalle hat einerseits das Investorenteam erweitert, andererseits die Detailplanung der Pilatus Arena vorangetrieben. Mit Erfolg: Läuft alles nach Plan, soll im Herbst 2023 die Pilatus Arena fertiggestellt sein.

Die Anpassungen vorweg: Die Verantwortlichen haben vergangenes Jahr an der multifunktionalen Sport- und Eventhalle und der geplanten Mantelnutzung gearbeitet. Die Halle wurde bezüglich Zuschaueranordnung sowie Ausrichtung auf Schul- und Hochschulsport weiterentwickelt und die Höhe der Wohnnutzungen leicht angepasst, schreibt die Pilatus Arena in einer Mitteilung. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Kriens haben die Verantwortlichen den Bebauungsplan erarbeitet. Zur Finanzierung der Halle und des Grundstücks konnte nebst Beiträgen von Bund und Kanton Luzern auch die Halter AG Zürich als Investor und Realisator gewonnen werden.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten
Die Pilatus Arena soll über modernste Sport- und Eventinfrastruktur verfügen und auf zwei Rängen Platz für 4000 Zuschauer bieten. In Zukunft soll in der Arena nationaler und internationaler Indoorsport wie Handball, Tennis, Hallenfussball, Volleyball und Basketball stattfinden. Angedacht sind beispielsweise auch Konzerte, Shows und Kongresse. Vorgesehen ist auch, dass die Arena ausserhalb des eigentlichen Event-Betriebes als doppelte Dreifach-Halle genutzt werden kann, schreibt die Stadt Kriens in einer Mitteilung. Flankiert wird die Halle durch zwei Wohnbauten: Am Gebäude direkt am Mattenhof-Kreisel sind rund 138 Mietwohnungen vorgesehen, im 110 Meter hohen Turm direkt beim Bahnhof Mattenhof sollen 277 Miet- und Eigentumswohnungen – davon rund hundert modulare Studiowohnungen und Kleinstwohnungen nach dem MOVEment-Raumkonzept – realisiert werden. Dieses Konzept sieht vor, dass mit verschiebbaren Elementen die Wohnsituation je nach Tageszeit und Bedarf verändert werden kann. Das erlaubt auf kleiner Fläche einen hohen Nutzen und Wohnkomfort.

Wichtige Impulse für die Quartierentwicklung
Im Sockelbau der Überbauung entstehen rund tausend Quadratmeter Gewerbefläche, 1549 Veloparkplätze und eine Einstellhalle mit zweihundert Parkplätzen. Die zentrale Lage am Bahnhofplatz Mattenhof sei nicht nur für die Event- und Wohnnutzung attraktiv, betonen die Projektverantwortlichen. Durch publikumsorientierte Nutzungen im Erdgeschoss – wie zum Beispiel ein Strassen-Café, eine Buvette, Geschäftsräume oder Co-Working-Spaces – soll das Projekt auch wichtige Impulse in der Quartierentwicklung des Mattenhofs übernehmen. Die Eberli AG in Sarnen und die Halter AG, Zürich, werden in einer Arbeitsgemeinschaft als Totalunternehmer die Pilatus Arena und die Wohnnutzungen realisieren.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich nach heutigen Schätzungen auf über 200 Millionen Franken. Kostenpunkt für die Pilatus Arena: Rund 39 Millionen Franken. Finanziert wird die Pilatus Arena durch Beiträge von Kanton (vier bis sechs Millionen Franken aus Swisslos-Lotterieerträgen des Kantons Luzern) und Bund (drei Millionen aus dem Nationalen Sportanlagenkonzept NASAK) sowie aus der Mantelnutzung mit den beiden Wohnhochhäusern.

Läuft alles nach Plan, soll die Baubewilligung im Frühling 2021 vorliegen. Baustart wäre ebenfalls 2021, und die Pilatus Arena könnte – vorausgesetzt, keine Volksabstimmung ist nötig – 2023 eröffnet werden. Das Gesamtprojekt wäre 2024 bezugsbereit. ■

Fakten zum Projekt «Pilatus Arena», Kriens

idee/Nutzung

Sport- und Eventhalle mit Mantelnutzung; rund 415 Wohnungen (Eigentums- und Mietwohnungen), publikumsorientierte Nutzung im Erdgeschoss

Lage

Areal Mattenhof II

Grundstücksfläche

12 900 m2

Termine Baustart (geplant): 2021

Gesamtinvestitionen

Rund 200 Mio. CHF, davon rund 39 Mio. CHF für Pilatus Arena

Bauherrschaft

Pilatus Arena AG

Architektur

Giuliani Hönger Architekten, Zürich

Totalunternehmung

Eberli AG, Sarnen, und Halter AG, Zürich

Kontakt

Pilatus Arena Daniel Deicher, Kommunikation Telefon +41 (0) 41 444 30 00

Web

www.pilatusarena.ch