Sinkende Leerstände treiben stärkstes Mietwachstum seit 2014

Sinkende Leerstände treiben stärkstes Mietwachstum seit 2014

Zürich,

Die Schweizer Angebotsmieten sind innert eines Jahres um 1 Prozent gestiegen. Sinkende Leerstände sorgten für das stärkste Mietwachstum seit 2014. Das geht aus dem homegate.ch-Mietindex hervor. Besonders stark zogen Mieten in Bergregionen an.

Der vom Immobilienmarktplatz homegate.ch aus dem Hause TX Group in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhobene Mietindex weist für das vergangene Jahr einen Anstieg der Angebotsmieten in der Schweiz um 1 Prozent aus. Das ist laut Medienmitteilung das stärkste Mietwachstum seit 2014. Die Entwicklung war regional unterschiedlich. Während die Bergregionen 2021 zulegten, wurde das Wachstum in vielen Zentren gebremst. Der Index stieg im Dezember 2021 gegenüber dem Vormonat erneut um 0,3 Punkte auf 116,4 Punkte. Das ist ein Plus von 1,04 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Schweizer Mietwohnungsmarkt ist laut der Medienmitteilung seit Jahren von steigenden Leerständen geprägt. Gezielte Reduktion der Neubauten in Regionen mit hohen Leerständen liess die Mietpreise steigen. Mit einem Plus von einem Prozent verzeichneten die Angebotsmieten 2021 zwar ein moderates, aber dennoch das stärkste Wachstum seit 2014. In der Corona-Pandemie ist auch die Ausgabebereitschaft für Wohnen tendenziell etwas gestiegen.

Regional war die Entwicklung unterschiedlich. So zeigten die Verläufe der Angebotsmieten in der Romandie mehrheitlich nach unten. Wallis und Waadt verzeichneten positive Zuwächse, während in der restlichen Westschweiz hauptsächlich Mietrückgänge vorherrschten, heisst es in der Mitteilung. Im Kanton Zürich stiegen die Mieten um 1,1 Prozent und im Aargau um 2,1 Prozent. Deutlicher sei der Anstieg in den Bergregionen gewesen. In Graubünden erreichten die Angebotsmieten ein Plus von 4,7 Prozent, in Uri und Nidwalden von 2,7 Prozent und 2,5 Prozent. Der Anstieg lässt sich mit der Beliebtheit von Ferienimmobilien in den Bergen während der Corona-Pandemie begründen.

In grösseren Städten gingen die Angebotsmieten teilweise sogar zurück, in Genf um 1,9 Prozent, und in Lausanne um 0,3 Prozent. Zürich weist nur ein kleines Wachstum von 0,5 Prozent aus. Spitzenreiter ist Bern mit einem Jahreswachstum von 2,6 Prozent.