Vision zur Weiterentwicklung des «Lebensraums Metalli»

Zug

Die Zentrumsüberbauung «Metalli» in der Stadt Zug soll unter Federführung von Zug Estates in den kommenden Jahren in Etappen weiterentwickelt werden. Erste bauliche Massnahmen werden frühestens 2023 umgesetzt.

Für Zug Estates ist die Ausgangslage klar: Das Quartier rund um das Einkaufszentrum «Metalli» ist zu einem wichtigen Begegnungsort für die Stadt Zug geworden. Damit das Quartier nach über dreissig Jahren seines Bestehens auch künftigen Bedürfnissen gerecht werden könne, müsse es sich weiterentwickeln. Hierfür soll mehr Raum für Wohnen, Arbeiten und Freizeit geschaffen werden. Zudem sollen Freiräume entstehen und neue Nutzungsmöglichkeiten, die der Zuger Bevölkerung einen echten Mehrwert bieten.

Im März dieses Jahres präsentierten Zug Estates und die Stadt Zug das erste Resultat des gemeinsamen Planungsverfahrens «Lebensraum Metalli». Die Jury wählte die Studie des Planungsteams Hosoya Schaefer Architects, NYX architectes, Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau sowie des Zuger Büros der Firma TEAMverkehr.zug zur künftigen Gestaltung aus. Die zentralen Gedanken bei diesem Weiterentwicklungsprojekt liegen gemäss Architekt Markus Schaefer darin, die «Metalli» aus ihrem Inseldasein herauszulösen und sie mit ihrer städtischen Umgebung besser zu verflechten.

Mehrjähriger Entwicklungsprozess
Bewährtes erhalten und gleichzeitig viel Raum für Neues schaffen – so lässt sich die Grundidee für die künftige Gestaltung des 30’000 Quadratmeter grossen Lebensraums «Metalli» im Herzen der Stadt Zug zusammenfassen. Die Ergebnisse des Wettbewerbsverfahrens seien der erste Schritt in einem mehrjährigen gemeinsamen Entwicklungsprozess von

Behörden und Bauherrschaft.
Die städtebauliche Konzeption des Teams um Hosoya Schaefer sieht vor, die Mehrheit der heutigen Bauten rund um das Einkaufszentrum zu erhalten. Neu hinzukommen soll ein maximal siebzig Meter hohes Wohngebäude an der Ecke Baarerstrasse/Metallstrasse. Mehrere bestehende Gebäude werden zudem aufgestockt. Gesamthaft soll mehr Raum für Wohnungen, Hotellerie, Büros, Gastronomie, Ladengeschäfte und andere, zum Teil publikumsorientierte Nutzungen geschaffen werden. Durch eine räumliche Neuanordnung und den stellenweisen Abbruch bestehender Gebäude entsteht an der Baarerstrasse auf der Achse Bahnhof–Metalli ein neuer Stadtplatz mit Raum für vielfältige Nutzungen.

Akzeptanz in der Bevölkerung
«Ein prägendes Merkmal des neuen Gesamtkonzepts ‹Lebensraum Metalli› ist die Aufwertung des Aussenraums durch intensivere Begrünung über alle Plätze hinweg und entlang der Verbindungsachsen», sagt der stellvertretende Leiter Projektentwicklung und Gesamtprojektleiter Florian Diener. Selbst die Dachflächen werden in das Aussenraumkonzept mit einbezogen und – ebenfalls ein Anliegen aus der Zuger Bevölkerung – teilweise öffentlich zugänglich gemacht. «Das Prinzip der gläsernen Überdachung der Einkaufspassage bleibt erhalten und wird erweitert. Die Gegend um das Einkaufszentrum Metalli ist ein zentraler Schnittpunkt an der Achse Zug–Baar und ein wichtiger funktionaler Stadtraum für die Zuger Bevölkerung. Damit er diese Aufgabe auch langfristig erfüllen kann, soll er im Einklang mit der Gesamtentwicklung der Stadt Zug in den nächsten Jahren sorgfältig weiterentwickelt werden. In die Aufgabenstellung für die drei Planungsteams flossen neben Anforderungen von Behörden und Grundeigentümerin bereits auch Anliegen und Wünsche aus der Zuger Bevölkerung ein. «Wir kommunizieren alle Projektfortschritte transparent, denn die Akzeptanz in der Bevölkerung ist das A und O unseres Vorhabens», ergänzt Diener.

Schrittweise Umsetzung in den nächsten Jahren
Aus dem favorisierten Entwurf des Planungsteams unter Führung von Hosoya Schaefer Architects wird ein Richtprojekt erstellt, welches die Grundlage für einen späteren Bebauungsplan bildet. Diese Prozessphase wird etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen. Erste bauliche Massnahmen können somit frühestens 2023 erfolgen. «Der endgültige Baustart hängt letztlich auch vom Willen der Politik und der Bevölkerung ab», betont Florian Diener. ■

Text: Philipp Dreyer / Quelle: Zug Estates / Visualisierung: Hosoya Schaefer Architects

Fakten zum Projekt «Lebensraum Metalli», Zug

Idee/Nutzung: Erweiterung des Stadtquartiers mit Mischnutzung (Mix aus Retail, Büro und Wohnen, Beherbergung und Gastronomie)

Lage: Baarerstrasse

Fläche Projekt «Metalli»: Rund 30 ’000 m2

Termine: Frühester Baustart: 2023

Grundeigentümerin: Zug Estates

Architektur: 

Hosoya Schaefer Architects, Zürich

Kontakt:

Stellvertretender Leiter 

Projektentwicklung und Gesamtprojektleiter «Lebensraum Metalli»: Florian Diener

Telefon +41 (0) 41 729 10 10

Web: www.lebensraum-metalli.ch

www.zugestates.ch