Vielfältiges Stadtquartier mit urbanem Leben

Während rund 130 Jahren wurde auf dem Attisholz-Areal in Riedholz industriell Cellulose produziert. Ein Teil des früheren Viscose-Areals in Emmenbrücke bei Luzern heisst Viscosistadt. In mehreren Schritten wird dieses in ein vielfältiges Stadtquartier umgewandelt. Ein Ankermieter ist die Hochschule Luzern – Design & Kunst, die im November 2019 eröffnet wurde.

Das Areal der Viscosistadt in Emmenbrücke liegt direkt an der Kleinen Emme, nördlich des Seetalplatzes. Mit einer Ausdehnung von 89 000 Quadratmetern entspricht das ehemalige Industrieareal der Grösse der Altstadt Luzern. Das Industriegelände hat eine bewegte Geschichte und durch die charakteristischen Industriebauten eine eigene Identität. Noch Anfang der 1980er Jahre gingen täglich bis zu 3000 Mitarbeitende in der Viscosuisse ein und aus. Die industriellen Bauten aus dieser Zeit sind grösstenteils erhalten.

In der Viscosistadt soll in den nächsten Jahren ein lebendiger Stadtteil mit Industriecharme entstehen, in dem Arbeit, Bildung, Kultur und Wohnen Platz finden. Die Entwicklung geschieht durch die Viscosistadt AG in kleinen Schritten. Das neue Quartier wird ergänzt mit einem rund 16 000 Quadratmeter grossen Park, direkt am Fluss. In Zukunft sollen auch Wohnungen realisiert werden.

Ring für Ring wachsen
Um ein Areal wie die Viscosistadt zu transformieren, brauche es eine Mischung aus visionärem Denken, gesundem Menschenverstand und pragmatischem Umsetzen, sagt Alain Homberger, Geschäftsführer der Viscosistadt. Im Verlauf des Projektes seien sie zum Schluss gekommen, das Areal in kleinen Schritten ohne die Hilfe von Investoren zu entwickeln. Die Viscosistadt soll nicht innert weniger Jahre gebaut werden, sondern wie ein Baum langsam, Ring für Ring wachsen, sagt Homberger. «So ist gewährleistet, dass das Projekt auch in dreissig Jahren den Bedürfnissen der Menschen entspricht.»

Austausch zwischen Industrie, Gewerbe und Kreativwirtschaft
Ende November 2019 wurde als Ankermieter die Hochschule Luzern – Design & Kunst in der Viscosistadt eingeweiht. Das Gebäude trägt die Handschrift der EM2 Architekten, Zürich. «Die Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden bringen neues Leben in die Viscosistadt. Dadurch entsteht ein Austausch zwischen Industrie, Gewerbe und Kreativwirtschaft», so Homberger. Diese Mischung mache den besonderen Charakter der Viscosistadt aus. Dieser Weg soll auch in den nächsten Jahren weiter verfolgt werden. In einem ersten Schritt hat sich die Viscosistadt gegenüber Firmen aus verschiedensten Branchen geöffnet und ist ein Standort für Kunst, Kultur und Events geworden. In Zukunft sollen am Ufer der Kleinen Emme auch neue Wohnungen entstehen. ■

Fakten zum Projekt «Viscosistadt», Emmenbrücke

Idee / Nutzung

Neues Stadtquartier

Lage

Gerliswilstrasse 19, Emmen

Projektentwickler

180 Wohnungen, Gewerbeflächen

Grundstücksfläche

89 000 m2

Termine

Zeithorizont der Transformation: 30 Jahre

Investor / Bauherrschaft

Viscosistadt AG, Emmenbrücke

Totalunternehmerin

Steiner AG, Zürich

Kontakt

Viscosistadt AG, Emmenbrücke Telefon +41 (0) 41 414 73 73

Web

www.viscosistadt.ch