Erweitertes Tramdepot inklusive 193 Mietwohnungen

Stadt Zürich

Auf dem Areal Depot Hard sollen bis 2025/26 mit der Sanierung und Erweiterung des Tramdepots der VBZ ein zeitgemässer Betrieb sichergestellt und durch eine zusätzliche Wohnsiedlung die vorhandene Ausnutzungsreserve ausgeschöpft werden. Die Bevölkerung hat im Februar 2020 dem entsprechenden Objektkredit zugestimmt.

Das Neubauprojekt ging 2016 als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervor. Das Projekt stammt aus der Feder von Morger Partner Architekten aus Basel. Das Projekt habe vor allem mit seiner hohen Flächen- und Volumeneffizienz überzeugt, was nebst Kostenvorteilen auch energetischen und betrieblichen Nutzen verspreche, betonen die Projektverantwortlichen. Das Bauvorhaben «Tramdepot und Wohnsiedlung Depot Hard» umfasst neben der Teilsanierung des bestehenden, denkmalgeschützten Tramdepots aus dem Jahr 1912 den Neubau einer modernen Depothalle mit insgesamt 25 Tramabstellplätzen. Hinzu kommen Bereitstellungs-, Wartungs- und Instandsetzungsbereichen sowie Betriebs- und Diensträumen für die Verkehrsbetriebe Zürich.

Wohnraum für rund 550 Menschen
Zusätzlich entsteht eine neue städtische Wohnsiedlung mit insgesamt 193 Wohnungen in unterschiedlichen Grössen. Sie bietet Wohnraum für rund 550 Menschen. Neben Wohnungen im Sockelbau an der Limmat entstehen Maisonette-Wohnungen (Townhouses). Sie bieten direkten Zugang zum Wohnhof. Das Angebot soll mit Geschosswohnungen in den beiden Hochhäusern ergänzt werden. Sie reichen bis ins 22. respektive 23. Obergeschoss. Ausserdem sind verschiedene Atelier- und Gewerbe- respektive Dienstleistungsflächen sowie ein öffentlicher Fuss- und Veloweg mit Aufenthaltsbereichen entlang der Limmat vorgesehen.

Tramdepot als Sockel der Überbauung
Das neue Tramdepot bildet den Sockel der Überbauung und wird mit zweigeschossigen Zeilenbauten als geometrische Anbindung an die Wohnhäuser der bestehenden Anlage überbaut, erklären die Projektverantwortlichen. Damit werde sowohl über die Gebäudehöhe als auch über die Geometrie ein Bezug zum Bestand geschaffen. Die Fläche zwischen den Zeilenbauten soll als grosszügiger und vielseitig nutzbarer Hofraum für die Bewohnenden der Wohnsiedlung genutzt werden. Die zwei Wohnhochhäuser, die gemeinsam mit den beiden bestehenden Hochhäusern auf der gegenüberliegenden Seite der Hardturmstrasse zu stehen kommen, markieren die Eingangssituation zum Quartier Zürich-West. ■

Text: Philipp Dreyer / Quelle: Stadt Zürich / Visualisierungen: Morger Partner Architekten AG

Fakten zum Projekt «Tramdepot Hard», Zürich

Idee/Nutzung: Instandsetzung und teilweise Neubau Tramdepot Hard, Wohnungen, Ateliers, Gewerbe-, Dienstleistungen

Lage: Areal Tramdepot Hard am Escher-Wyss-Platz

Projektprogramm: Teilersatz Tramdepot Hard mit kommunaler Wohnsiedlung, die 193 Wohnungen, Ateliers, Gewerbe- und Dienstleistungsräume umfasst

Termine: Bauzeit: 2020 bis 2025/26

Kreditsumme: 203.53 Mio. CHF (inkl. Kreditreserven)

Bauherrschaft: Stadt Zürich

Eigentümervertretung: Liegenschaften Stadt Zürich, Verkehrsbetriebe Zürich

Bauherrenvertretung: Amt für Hochbauten

Architektur: Morger Partner Architekten, Basel

Landschaftsarchitektur: Schönholzer + Staufer Landschaftsarchitekten, Riehen

Kontakt:

Hochbaudepartement Stadt ZürichTelefon +41 (0) 44 412 11 11

Web: www.stadt-zuerich.ch