Coworking-Branche blickt optimistisch in die Zukunft

Coworking-Branche blickt optimistisch in die Zukunft

Bern,

Die Anbieter sogenannter Coworking Spaces sind von der Corona-Krise und insbesondere der Homeoffice-Pflicht hart getroffen worden. Angesichts des wachsenden Wunsches vieler Arbeitstätigen nach flexiblen Arbeitszeiten blickt die Branche aber optimistisch in die Zukunft.

Die Coworking-Branche blickt auf ein schwieriges Jahr 2020 zurück, wie es in einer Medienmitteilung des Branchenverbandes Coworking Switzerland heisst. So haben laut einer Umfrage 56 Prozent der Verbandsmitglieder im vergangenen Jahr Einbussen hinnehmen müssen. Nach den Beschränkungen im Frühjahr 2020 und einer anschliessenden Erholung hat insbesondere die im Herbst erklärte Homeoffice-Pflicht die Branche hart getroffen. Zudem gilt der Gemeinschaftsgedanke als einer der wesentlichen Aspekte des Coworking-Konzeptes, ist aber in Zeiten von Kontaktbeschränkungen nur schwer aufrechtzuerhalten.

Für die Zeit nach Corona blickt die Branche aber positiv in die Zukunft. So hätten viele Arbeitnehmende den Wunsch, nach der Krise nicht wieder im früher gewohnten Umfang ins Büro zurückzukehren. Stattdessen möchten sie ihre Arbeitszeiten flexibler gestalten und auch andere Orte für ihre Arbeit in Anspruch nehmen, so Coworking Switzerland. Das Homeoffice sei hier zwar eine Option, jedoch fehle dann der soziale Austausch. Insofern seien die Coworking Spaces die ideale Alternative.

Coworking Switzerland verweist hier auf eine Studie von Deloitte. Demnach wollen nur 12 Prozent der Befragten nach der Krise ihre Arbeit im früher gewohnten Rahmen fortsetzen. 62 Prozent wünschen sich hingegen für die Zukunft mehr Flexibilität, wobei 44 Prozent die fehlenden sozialen Kontakte im Homeoffice als grösste Herausforderung betrachten.

Die Branche will diese Chance nutzen. Mit 150 Coworking Spaces gibt es in der Schweiz ein flächendeckendes Angebot. Coworking Switzerland startet nun auch eine Kampagne, in welcher auf die Vorteile von Coworking Spaces aufmerksam gemacht wird. Dazu hat der Verband auch ein Video produziert.