Arealentwicklung: Fokussierte Schwerpunkte für die wirtschaftliche Entwicklung

Luzern, April 2023

Der Kanton Luzern setzt in seiner räumlichen und wirtschaftlichen Entwicklung auf gut erschlossene Gebiete mit hohem Potenzial. Diese grossflächigen Arbeitsgebiete sind im kantonalen Richtplan festgelegt und befinden sich in unterschiedlichen Phasen und Regionen. Damit soll ein ausreichendes Angebot an Flächen an den am besten geeigneten Lagen sichergestellt werden. Für Unternehmen und Investoren bieten diese Gebiete spannende Entwicklungschancen.

Bereits im kantonalen Richtplan 2009 wurden die kantonalen Entwicklungsschwerpunkte festgelegt. Schon vor der Zustimmung der Schweizer Bevölkerung zum Raumplanungsgesetz hatten die kantonalen Planer damit den Fokus gesetzt auf eine verstärkte räumliche Konzentration der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung entlang der attraktivsten Verkehrslagen. Für die etwas dezentraleren Lagen stehen weitere planerische Instrumente zur Verfügung, damit auch dort eine
adäquate Entwicklung der Unternehmen möglich ist.

Integrale Raum- und Wirtschaftsentwicklung
Die Abstimmung von Siedlung und Verkehr ist ein zentrales Element in der Weiterentwicklung der kantonalen Entwicklungsschwerpunkte (ESP). Nur wenn Infrastrukturen und Wachstum in einer guten Symbiose stehen, entstehen langfristig funktionierende Gebiete. Die Optimierung der Verkehrserschliessung ist häufig die Basis für die ESP-Entwicklung. Dabei setzt der Kanton Luzern nebst der Planung von Strassen und Schienen insbesondere einen Fokus auf die Förderung der nachhaltigen Mobilität, nicht zuletzt im Hinblick auf die klimapolitischen Ziele. Die Unternehmen sind ihrerseits gefordert, ein betriebliches Mobilitätsmanagement einzuführen und ihren Teil zu leisten, damit der Verkehr optimal fliessen kann.

Instrument der abgestimmten Standortförderung
Durch seine zentrale geografische Lage und die ständige Arbeit an den wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen ist der Kanton Luzern heute als Unternehmensstandort besonders attraktiv. Durch die enge Kooperation des Kantons mit den Regionen und Gemeinden in der Standort- und Wirtschaftsförderung sind die kantonalen ESP das wichtigste Verbindungsstück zur Raumplanung. Alle Entwicklungsschwerpunkte sollen verfügbare, attraktive Flächenangebote, verbunden mit einem erfolgsversprechenden Vermarktungsprofil, erhalten. Die Basis wird im gemeinsam getragenen Gebietsmanagement der ESP in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern und Investoren gelegt.

Strategische Arbeitsgebiete als Spezialangebot
Als strategische Arbeitsgebiete (SAG) werden zusammenhängende grössere Flächen bezeichnet, welche im Richtplan festgesetzt werden. Aktuell gibt es im Kanton Luzern drei solche Gebiete. Sie sind zwischen 10 und 30 ha gross. Viel Fläche also, um grosse Ideen und Projekte zu verwirklichen. Gemäss den formulierten Kriterien ist deren Nutzung besonders wertschöpfungsstarken Unternehmen und Immobilienentwicklungen vorbehalten. Die Entwicklung der Areale erfolgt in enger Abstimmung mit dem Kanton Luzern und den jeweiligen Standortgemeinden. Die Wirtschaftsförderung Luzern agiert als erste Ansprechpartnerin für potenzielle Interessenten.

Stadtregion Luzern

ESP Luzern Süd
Traumhaft eingebettet zwischen Luzern, Horw und Kriens erstreckt sich ein vielfältiges Siedlungsgebiet mit urbanem Charakter und direkt angrenzendem Naherholungsgebiet. Die fortlaufende Transformation in ein urbanes, kreatives und nachhaltiges Wohn- und Arbeitsgebiet ist in vollem Gange. Luzern Süd ist mit sämtlichen Verkehrsmitteln regional und überregional bestens erschlossen. Besonders der Velo-Highway «Freigleis» stösst als Arbeits- und Freizeitverbindung auf Begeisterung.
www.luzernsued.ch

ESP Luzern Nord
In der Smart City Luzern Nord treffen mit Emmen und Luzern die zwei bevölkerungsreichsten Gemeinden des Kantons aufeinander. Rund um den Seetalplatz, bestens erschlossen und malerisch gelegen an den Flüssen Reuss und Kleine Emme, entsteht derzeit das urbane Herz des ESP-Perimeters, welcher sich vom Bahnhof Littau bis zum Bahnhof Waldibrücke zieht. Im flächenmässig grössten ESP gibt es eine grosse Breite von Angeboten für Unternehmen und Bevölkerung.
www.luzernnord.ch

ESP Luzern Ost
Der Raum Luzern Ost umfasst sechs Rontaler Gemeinden. Direkt an die Autobahn A14 angebunden und mit allen Verkehrsmitteln erschlossen, liegt Luzern Ost direkt auf der Achse der Wirtschaftsräume Luzern, Zug und Zürich. Nebst grossen Industriefirmen finden hier insbesondere international ausgerichtete Unternehmen ihren Platz. Gleichzeitig bieten die grünen Hügel der Region und der nahgelegene Gewässerraum der Reuss Naherholung vor der Haustür.
www.luzernost.ch

ESP Luzern Bahnhof
Das weltweit bekannte Postkarten-Luzern ist die kulturelle und wirtschaftliche Metropole der Zentralschweiz. Das Jahrhundertprojekt Durchgangsbahnhof wird die nationale und internationale Erreichbarkeit von Luzern auf Dauer sicherstellen und den Ausbau hin zur nachhaltigen Mobilität in der gesamten Grossstadt-Region ermöglichen. Das Stadtzentrum am See wird eine neue Prägung erhalten, da im direkten Umfeld des Bahnhofs neue, einmalige städtebauliche Chancen entstehen.

ESP Rothenburg Station
Dieser im Norden der Stadtregion gelegene ESP zeichnet sich durch eine hohe Lagequalität und Entwicklungsdynamik aus und verfügt über ein grosses Weiterentwicklungspotenzial. Aktuell wird in einem kooperativen Prozess ein Gesamtkonzept Siedlung und Verkehr erarbeitet, welches die Basis bildet für die zukünftige bauliche, verkehrsverträgliche und wirtschaftliche Entwicklung des Gebiets.

SAG Schweissmatt Inwil
Das grösste der drei strategischen Arbeitsgebiete im Kanton Luzern befindet sich in der Gemeinde Inwil. Das beinahe 30 ha grosse Landstück liegt in unmittelbarer Nähe der Autobahn A14 (Hauptverkehrsachse Luzern-Zug-Zürich) und ist in planungsrechtlicher Vorbereitung für die Ansiedlung eines wertschöpfungsstarken Grossunternehmens.

Regionen Sursee, Seetal, Willisau und Wiggertal

ESP Sursee
Die Entwicklung von Stadt und Region Sursee hin zu einem modernen kleinstädtischen Zentrum am Sempachersee zeichnet sich seit Jahrzehnten ab. Die Stadt ist auch als Unternehmensstandort interessant. So siedelten sich über die Jahre zahlreiche Unternehmen an, welche von der perfekten Anbindung auf Schiene und Strasse profitieren. Mit der Aufnahme ins Agglomerationsprogramm steht der Stadt Sursee der nächste Entwicklungsschritt bevor. Vom Arbeitsgebiet im Norden der Stadt erreichen Unternehmen schweizweit ihre Kunden innert kurzer Zeit.

ESP Hochdorf-Römerswil
Hochdorf ist das regionale Zentrum des Luzerner Seetals. Die hohe landschaftliche Qualität trifft hier auf spannende Unternehmen. Insbesondere die Indust- trie hat sich im Laufe der Zeit im Seetal niedergelassen. Das prägt. So ist das Seetal auch heute noch jene Region mit dem höchsten Anteil im zweiten Sektor. Die grossen Baulandreserven sind ein wesentlicher Vorteil des ESP und insbesondere auch dessen Potenzial. Aktuell wird ein Nutzungs- und Entwicklungskonzept erarbeitet.

ESP Reiden / Wikon
Die Gemeinden Wikon und Reiden liegen an der Grenze zum Kanton Aargau und sind verkehrstechnisch bestens erschlossen mit der eigenen Autobahnausfahrt zur A2. Neben der Nord-Süd-Verbindung ist auch die Ost-WestVerbindung A1 in unmittelbarer Nähe. Diese Lage und auch das industrie- und gewebefreundliche Umfeld (der ESP grenzt nur an wenigen Punkten an Wohngebiete) machen den ESP zu einem stark nachgefragten Standort für Unternehmen.

ESP Willisau
Das schmucke Städtchen Willisau ist das regionale Zentrum des Luzerner Hinterlands. Kleine und mittelgrosse Gewerbe- und Industriebetriebe unterschiedlicher Branchen haben sich hier niedergelassen. Mit der Competec Logistik (Brack) ist in den vergangenen Jahren eine grosse Ansiedlung gelungen, und das Unternehmen baut weiter kräftig aus in Willisau. Es gibt noch Baulandreserven, und städtebauliche Entwicklungen auf dem ehemaligen Wellisareal sind im Gang. Aktuell wird die räumliche und nutzungsmässige Vision für den ESP Willisau für dessen Weiterentwicklung erstellt.

ESP Dagmersellen
Der Entwicklungsschwerpunkt Dagmersellen ist verkehrstechnisch hervorragend erschlossen. Er liegt in unmittelbarerer Nähe des Autobahnanschlusses der A2, der Bahnhof ist in Fussdistanz, und es gibt auch einen Industriegleisanschluss. Der ESP ist geprägt von grossen industriellen Unternehmen wie Pan Gas, Misapor, Emmi oder Hiestand und verfügt über ein grosses Lager- und Logistikangebot, v.a. durch die Firma Galliker AG. Der ESP verfügt noch über Erweiterungspotenzial.

SAG Honrich Sempach
Das strategische Arbeitsgebiet befindet sich direkt an der Autobahn. Ganz in der Nähe kämpften die alten Eidgenossen in der berühmten Schlacht von Sempach um ihre Eigenständigkeit. Eigenständig ist auch das Profil. Wo sonst finden Unternehmen heute noch 10 ha Land mit Seesicht zur Bebauung? Das mit dem Wakkerpreis ausgezeichnete Städtli überzeugt mit hoher Qualität. Eine Bedingung gibt es: das Land ist wertschöpfungsstarken Unternehmen und Nutzungen vorenthalten.

SAG Mehlsecken Reiden
Die Lage des SAG Reiden könnte zentraler nicht sein. Eingemittet zwischen den Städten Basel, Bern, Luzern und Zürich liegt es im Kreuz der beiden das Land durchquerenden Autobahnen A2 und A1. Der Autobahnanschluss Reiden liegt direkt neben dem Areal. Die rund 20 ha Land bieten strategische Entwicklungsmöglichkeiten für ein wertschöpfungsstarkes Unternehmen, welches hier die Lagegunst und das hohe Potenzial nutzen möchte für einen nächsten grossen Schritt.

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